Gut versorgt im demografischen Wandel


Die Altersstruktur in Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten, wie in den meisten Industriestaaten, stark verändert. Wir werden insgesamt weniger und älter. Sinkende Geburtenraten und eine deutlich gestiegene Lebenserwartung tragen dazu bei, dass der Anteil der über 60-Jährigen stetig steigt. Prognosen der Bertelsmann Stiftung gehen davon aus, dass sich bis 2030 die Zahl der über 80-Jährigen um 60 Prozent erhöht. Dies wirkt sich auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt, auf soziale Sicherungssysteme und auf die Gestaltung von Einrichtungen für die Daseinsvorsorge aus. Unsere „Gesellschaft des langen Lebens“ (U. Lehr) unterliegt dadurch einem tiefgehenden Strukturwandel, der insbesondere auch die Gesundheitsversorgung betrifft. Diese Entwicklungen verlaufen in den unterschiedlichen Regionen hochgradig heterogen beispielsweise hinsichtlich altersstruktureller und wirtschaftlicher Indikatoren und hinsichtlich der Dichte und Qualität von Gesundheits- Pflege- und Präventionsdienstleistungen. Im hohen Alter bei guter Gesundheit zu leben – eingebunden in funktionierende Versorgungsstrukturen – ist ein Ziel für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft.