Der Wettbewerb zu Gesundheit- und Dienstleistungsregionen von morgen


Gesund bleiben und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen sind Ziele, die viele Menschen bewegen. Damit dies im Alltag der Menschen umgesetzt werden kann, ist ein enger Dialog von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit den Bürgerinnen und Bürgern auf regionaler Ebene erforderlich. (BMBF)
Vor dem Hintergrund dieses Ziels hat das BMBF den Wettbewerb „Gesundheit- und Dienstleistungsregionen von morgen“ ausgelobt.
Dabei wurden Konzepte gesucht, die Ansätze der Dienstleistungsforschung und der Gesundheitsforschung gleichermaßen berücksichtigen, um so Synergieeffekte und gegenseitiges Lernen zu fördern. Hierdurch sollen neue Konzepte entwickelt und erprobt werden, die die Teilhabe der Menschen am gesellschaftlichen Leben und ihre Gesundheit verbessern.

Der Weg der Siegerregionen

Auf den Wettbewerb des BMBF gingen 78 Projektskizzen ein, aus denen eine interdisziplinäre Jury die besten zwölf Ideen für Gesundheit- und Dienstleistungsregionen auswählte. Zur weiteren Ausarbeitung der Konzepte, zum Finden von Partnern und einem weiteren Ausbau der Netzwerke konnten diese zwölf Netzwerke jeweils auf eine Förderung des BMBF von 50.000 Euro zurückgreifen.
Nachdem diese zwölf Regionen Ihre Konzepte weiter ausgearbeitet hatten, wurden von der Jury die fünf überzeugendsten Regionen ausgewählt. Diese Siegerregionen erhalten insgesamt 20. Mio Euro, um in vier Jahren ihre Konzepte umzusetzen. Sie bringen dabei einen Eigenanteil von 25 Prozent des Projektvolumina in die Umsetzung mit ein.
Die fünf Siegerregionen sind:

  • FISnet Augsburg
  • VorteilJena
  • PNO Ortenau
  • QuartiersNETZ Ruhrgebiet
  • Chemnitz+

Vorherige BMBF-Förderinstrumente – Gesundheitsregionen

Eine enge, regional fokussierte Vernetzung aller am Innovationsprozess beteiligten Akteure ist vor allem in der Gesundheitswirtschaft eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass sich alle Potenziale in der Wertschöpfungskette entfalten können. Vor diesem Hintergrund hat das BMBF im Jahr 2009 die Initiative „Gesundheitsregionen der Zukunft“ gestartet. (BMBF)
Auch in diesem Förderprogramm werden fünf regionale Verbünde gefördert, die sich in einem Wettbewerb mit insgesamt 20 Wettbewerbern behauptet haben. In einer ersten Phase ausgewählt wurden 2009 die Projekte:

  • FONTANE – Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg, das auf die Verbesserung der Betreuungsqualität für Herz-Kreislauf-Erkrankte im strukturschwachen ländlichen Raum durch sektorübergreifenden Einsatz moderner Informationstechnologien und biomarkerbasierter Diagnostik- und Therapiesteuerung zielt
  • REGINA – REGenerative Medizin in Neckar-Alb und Stuttgart – ist ein Netzwerk, das eng bei der Entwicklung neuer Verfahren und Produkte zusammenarbeitet und den Patienten in der Region einen breiten Zugang zur Regenerativen Medizin ermöglichen will. Daraus ist die Bioregion STERN (Stuttgart, Tübingen, Esslingen, Reutlingen, Neckaralb hervorgegangen.

Ein Jahr später kamen die folgenden drei Regionen dazu:

  • GesundheitsMetropole Hamburg: Netzwerk psychische Gesundheit, in dem die über 60 Projektpartner erstmals in Deutschland ein innovatives, versorgungszentriertes und wissenschaftlich fundiertes Gesamtkonzept zum Thema Psychische Gesundheit umsetzen.
  • Gesundheitsregion Ostseeküste. Im Modellvorhaben Health, Innovative Care and Regional Economy (HICARE) – Aktionsbündnis gegen multiresistente Erreger – sollen in einem regional konzertierten Ansatz wirkungsvolle, standardisierte und transferierbare Interventionsstrategien entwickelt und erprobt werden, um der Ausbreitung multiresistenter Erreger (MRE) wirkungsvoll zu begegnen.
  • Metropolregion Rhein-Neckar – Der Verbund „INFOPAT“ entwickelt, implementiert und evaluiert innovative IT-gestützte Technologien und Prozesse, die eine integrierte und sektorenübergreifende Versorgung von chronisch kranken Menschen ermöglichen.

Diese fünf Regionen steht ein vom Fraunhofer ISI und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführtes wissenschaftliches Begleitforschungsvorhaben zur Seite. Weitere Informationen hierzu unter www.begleitforschung-gesundheitsregionen.de.